
Während der Inlandsumsatz nur um 1,4 Prozent zulegte, wuchsen die Ausfuhren um 15,3 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Schwachpunkt im Inland sei weiterhin eine fast ausschließliche Vermarktung der Möbel über den Preis.

Während der Inlandsumsatz nur um 1,4 Prozent zulegte, wuchsen die Ausfuhren um 15,3 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Schwachpunkt im Inland sei weiterhin eine fast ausschließliche Vermarktung der Möbel über den Preis.
06.12.2006 - Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Die ALNO AG, Pfullendorf, hat die Erwartungen hinsichtlich des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2006 nach unten korrigiert. Die wesentliche Ursache hierfür ist die von der Gustav Wellmann GmbH & Co. KG (WELLMANN) gemeldete vorläufige Hochrechnung des Ergebnisses für 2006, deren Zahlen trotz eines Wachstums der Auftragseingänge Plan und Forecast unterschreiten.

Bisher ist die ALNO AG von einer Verbesserung der Ergebnislage im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Das Ergebnis vor Steuern des ersten Halbjahres 2006 lag mit EUR +1,4 Mio. deutlich über dem Vorsteuerergebnis des Vorjahres. Derzeit ist davon auszugehen, dass das Konzernergebnis (EBT) des ALNO Konzerns für das Geschäftsjahr 2006 unter dem des Vorjahres von EUR 0,6 Mio. liegen wird.
Der andauernde aggressive Verdrängungswettbewerb und die anhaltenden Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten haben sich besonders deutlich auf die Casawell Service Gruppe, mit der ALNO im Geschäftsjahr 2003 fusionierte, und insbesondere auf die Firma WELLMANN GmbH & Co. KG ausgewirkt. So verzeichnet WELLMANN zwar ein Wachstum der Auftragseingänge von +16,3 % (per 11/2006), die genannten belastenden Geschäftseinflüsse lassen sich dadurch aber voraussichtlich nicht ausgleichen.
Der Hauptwachstumsträger des ALNO Konzerns ist die ALNO AG, die ihr Ergebnis (ohne Beteiligungen) gemäß den Prognosen voraussichtlich weiter deutlich gegenüber Plan und Vorjahr steigern wird. Nach den derzeitigen Hochrechnungen erwartet der Vorstand für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 der ALNO AG eine Steigerungsrate von über +300 % gegenüber dem Vorjahr. Der erwartete Ergebnissprung bei der ALNO AG kann aber die negative Ergebnisentwicklung von WELLMANN nicht in vollem Umfang kompensieren. Die Erwartungen für das Gesamtergebnis des ALNO Konzerns für das Geschäftsjahr 2006 müssen deshalb nach unten korrigiert werden.
ALNO wird Maßnahmen zur zusätzlichen Umsatzerhöhung und zur Senkungen bei allen operativen Kostenarten überprüfen, um kurzfristig eine Effizienzverbesserung zu erreichen und die Ergebnissituation des ALNO Konzerns möglichst schnell, umfassend und nachhaltig auf das angestrebte Niveau zu verbessern.
Diese Ad hoc-Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen über Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Vorstands beruhen und mit Wörtern wie ?einschätzen?, ?erwarten?, ?können/könnten?, ?ausgehen? und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt wie u.a. der weiteren Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten oder der Konjunktur im In- und Ausland. Sollte sich ein solcher Unsicherheitsfaktor realisieren oder die sich den Aussagen dieser Mitteilung zugrunde liegenden Annahmen und Prognosen als unrichtig erweisen, könnte das tatsächliche Ergebnis wesentlich von dem in diesen Aussagen genannten oder zum Ausdruck gebrachten Ergebnis abweichen. Es wird keine Verpflichtung übernommen, vorausschauende Aussagen zu aktualisieren. Diese gehen ausdrücklich nur von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung aus.

Verloren gefühlt
Schon bei der letzten Möbelmesse mit Küchen vor zwei Jahren hätten sich die deutschen Aussteller ziemlich verloren gefühlt: ?Mehr als zwölf Küchenaussteller gab es schon damals nicht mehr?, sagt Albrink. Im Jahr 2000 zeigten in diesem Segment noch 75 Aussteller ihr Angebot.
Günther Scheipermeier, Geschäftsführer des Küchenherstellers Nobilia, bedauert, dass auch sein Haus schließlich die Messeteilnahme abgesagt hat. Viele Hersteller hätten aber inzwischen sehr erfolgreich eigene Hausmessen entwickelt. Ost-Westfalen ist die führende Region der Möbelherstellung weltweit. Im Küchenbereich sind hier neben Siematic und Nobilia etwa auch Poggenpohl, Nolte, die Alno-Tochter Geba und Bauformat ansässig. Auf ihren Hausmessen in Verbindung mit der gemeinsamen ?Küchenmeile an der A30? sowie der ?Möbel Order Messe Westfalen? präsentieren die Hersteller bereits Mitte September ihre Kollektionen für das folgende Jahr. Ein Manko sei allerdings, dass zu diesen kleineren Veranstaltungen kaum neue Einkäufer aus dem Ausland kämen, räumt Scheipermeier ein. Dafür sei die international ausgerichtete Möbelmesse in Mailand inzwischen aber interessanter als die Kölner Möbelmesse IMM. Der sei es nicht gelungen, die ausländischen Küchenaussteller und in deren Schlepptau auch die ausländischen Einkäufer zu gewinnen. Zudem hätten dann auch noch die Elektrogerätehersteller ihre Teilnahme in Köln abgesagt. Ganz alleine habe sich aber auch Nobilia nicht mehr auf der Möbelmesse präsentieren wollen.
Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Kölner Messe, verweist darauf, dass die Branche einem neuen Konzept der Messe zunächst ausdrücklich zugestimmt habe. Vorgesehen war eine Aufteilung in eine stark designorientierte Abteilung und eine räumlich getrennte Präsentation von Küchen, die in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die einzelnen Unternehmen hätten das Votum ihrer Branche später aber nicht mit Anmeldungen unterstützt. Wenn sich aber die deutschen Hersteller nicht mit der Kölner Möbelmesse identifizierten, könne man von den ausländischen Herstellern kaum eine Messeteilnahme erwarten. Mailand sei zudem nicht internationaler als Köln. ?Ganz überwiegend präsentieren sich dort italienische Aussteller den Einkäufern aus dem eigenen Land?, sagt Kranz.
Die Unruhe unter den Einkaufsverbänden scheint in der Branche groß zu sein. So schrieb Mondial-Geschäftsführer
Horst Schomberg gestern unter der Überschrift ?Stehen Sie zu Mondial ?
Mondial steht zu Ihnen!? einen Brief an seine Mitglieder mit folgendem
Inhalt:
Nachdem unsere Wettbewerbsverbände derzeit alles daran setzen, unsere
Stärke und Geschlossenheit mit allen Mitteln zu unterwandern, ist es
für uns, die Gesellschafter und die Geschäftsführung an der Zeit für
ein offenes und aufrichtiges Wort.
Derzeit wird insbesondere aus dem Raum Westfalen massiv versucht, unserem Verband eine gewisse ?Schieflage? und eine ?Umsatz- und Renditeschwäche? zu unterstellen. Das Ziel ist klar: Man will Unsicherheit erzeugen und zum Verbandswechsel animieren.
Wir sind sicher, dass solch durchsichtiger Aktionismus nur die wenigsten von Ihnen überhaupt erreichen kann. Gerade deshalb sehen wir uns veranlasst, Ihnen an dieser Stelle ein klares Versprechen zu geben.
Es gab und gibt in unserem Verband zu keiner Zeit eine wie auch immer geartete ?Schieflage?. Wir müssen zwar den Verlust einiger Mitglieder verkraften, das ist unumstritten. Doch das wird sich weder auf die Sortimentsstärke und die Konditionen noch auf die Renditen wesentlich auswirken.

Mondial ist nach wie vor hoch profitabel, hat eine schlanke, schlagkräftige Organisation sowie erstklassige Einkaufskonditionen und starke Sortiments-Bausteine. Andere Verbände ? gerade die, die uns jetzt anzugreifen versuchen ? wären froh, wenn sie so eine schlagkräftige Mannschaft, so fein gegliederte Sortimente und sichere Renditen hätten wie Mondial.
Und wir werden nächstes Jahr ?noch einen drauf setzen?: Mit einer neuen internen Struktur, mit neuen Entscheidungs- und Steuerungs-Gremien und mit dem Langfrist-Projekt ?Mondial Perspektive 2010″, das sich um das interne und externe Wachstum des Verbandes kümmert.
Stehen Sie zu Ihrem Verband ? und Ihr Verband wird zu Ihnen stehen, versprochen. Nicht die Größe entscheidet, sondern die Schlagzahl und das, was ?unterm Strich? dabei herauskommt. Seien Sie versichert, dass wir gemeinsam die Erfolge aus den letzten Jahren fortsetzen werden!
In diesem Sinne freuen wir uns auf ein weiterhin fruchtbares
Miteinander und stehen Ihnen für weitere Erläuterungen gerne zur
Verfügung.
gez: Horst Schomberg

Der Branchenumsatz in diesem Weihnachtsgeschäft liege bei rund acht Milliarden, prognostiziert Koch für den deutschen Markt. Die Online-Händler machten rund ein Fünftel ihres Geschäfts in den Monaten November und Dezember. Für das Gesamtjahr erwartet der Bitkom im elektronischen Handel mit Privatkunden in Deutschland einen Umsatz von 40 Milliarden Euro. Darin sind allerdings auch Dienstleistungen wie etwa Reisebuchungen über das Netz enthalten, hieß es. Damit habe die Wachstumsrate in diesem Jahr bei 25 Prozent gelegen.