
Verloren gefühlt
Schon bei der letzten Möbelmesse mit Küchen vor zwei Jahren hätten sich die deutschen Aussteller ziemlich verloren gefühlt: ?Mehr als zwölf Küchenaussteller gab es schon damals nicht mehr?, sagt Albrink. Im Jahr 2000 zeigten in diesem Segment noch 75 Aussteller ihr Angebot.
Günther Scheipermeier, Geschäftsführer des Küchenherstellers Nobilia, bedauert, dass auch sein Haus schließlich die Messeteilnahme abgesagt hat. Viele Hersteller hätten aber inzwischen sehr erfolgreich eigene Hausmessen entwickelt. Ost-Westfalen ist die führende Region der Möbelherstellung weltweit. Im Küchenbereich sind hier neben Siematic und Nobilia etwa auch Poggenpohl, Nolte, die Alno-Tochter Geba und Bauformat ansässig. Auf ihren Hausmessen in Verbindung mit der gemeinsamen ?Küchenmeile an der A30? sowie der ?Möbel Order Messe Westfalen? präsentieren die Hersteller bereits Mitte September ihre Kollektionen für das folgende Jahr. Ein Manko sei allerdings, dass zu diesen kleineren Veranstaltungen kaum neue Einkäufer aus dem Ausland kämen, räumt Scheipermeier ein. Dafür sei die international ausgerichtete Möbelmesse in Mailand inzwischen aber interessanter als die Kölner Möbelmesse IMM. Der sei es nicht gelungen, die ausländischen Küchenaussteller und in deren Schlepptau auch die ausländischen Einkäufer zu gewinnen. Zudem hätten dann auch noch die Elektrogerätehersteller ihre Teilnahme in Köln abgesagt. Ganz alleine habe sich aber auch Nobilia nicht mehr auf der Möbelmesse präsentieren wollen.
Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Kölner Messe, verweist darauf, dass die Branche einem neuen Konzept der Messe zunächst ausdrücklich zugestimmt habe. Vorgesehen war eine Aufteilung in eine stark designorientierte Abteilung und eine räumlich getrennte Präsentation von Küchen, die in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die einzelnen Unternehmen hätten das Votum ihrer Branche später aber nicht mit Anmeldungen unterstützt. Wenn sich aber die deutschen Hersteller nicht mit der Kölner Möbelmesse identifizierten, könne man von den ausländischen Herstellern kaum eine Messeteilnahme erwarten. Mailand sei zudem nicht internationaler als Köln. ?Ganz überwiegend präsentieren sich dort italienische Aussteller den Einkäufern aus dem eigenen Land?, sagt Kranz.







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