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Arcandor Insolvenz bedroht auch Quelle Küchen
09.06.2009, 13:05
„Alle reden nur von Karstadt“ macht sich derzeit Ernst Sindel, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Quelle, Sorgen um die eigene Versandhandelssparte angesichts der drohenden Insolvenz von Arcandor. Immerhin schreibe Quelle – als Marktführer unter den Versendern – seit einem Jahr wieder schwarze Zahlen, so berichtete dieser am 5. Juni in der „Nürnberger Zeitung“. Grund ist unter anderem der Erfolg im Online-Geschäft, das mittlerweile fast die Hälfte des Quelle-Umsatzes ausmache. Insbesondere bei Küchen und Elektrogeräten habe das Unternehmen, das zur Division „Primondo“ gehört, „die Nase vorn“. Bei „Küchen-Quelle“, nach eigenen Angaben die „Nr. 1 im deutschen Küchenhandel“ bestehend aus stationärem Handel, Versand und „Koffergeschäft“, sei die Nachfrage auch weiterhin ungebrochenen. Und die Terminvorläufe sprechen für eine gute Auftragslage in den kommenden Wochen.

Falls es tatsächlich zur Insolvenz kommen sollte, stehen auf jeden Fall Möbel- und Geräte-Umsätze in einer imposanten Größenordnung zur Disposition. Zahlen wurden bislang nicht öffentlich, doch von 2,9 Mrd. Euro, die Primondo im letzten Jahr erwirtschaftete, könnten auf den Bereich Einrichten (inklusive Dienstleister wie Profectis) rund ein Drittel entfallen. Das sind annähernd eine Milliarde Euro, die zur Umverteilung anständen.
Betroffen sind sowohl Tausende von Mitarbeitern wie auch Lieferanten. Wie zum Beispiel der Küchen-Fabrikant Max Kempfle aus dem oberbayrischen Neuburg, dessen Umsatz zu 90 Prozent mit Quelle generiert wird und der im schlechtesten Fall 100 Mitarbeiter entlassen muss. Nur ein Beispiel. Die Frage ist außerdem, inwieweit sich Kaufinteressen finden lassen. Laut „Nürnberger zeitung“ habe sich Hauptkonkurrent Otto zumindest für Teile von Primondo interessiert.

Quelle: holzmann.de
Author: Rico Miekautsch
Kategorie: Küchen-Hersteller

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